Juli und August 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Erzbischof Grünwidl hat einmal gemeint: „Kirche ist von den Gemeinden her zu denken“. Ich fühlte mich über die Jahre diesem Gedanken verpflichtet. Kirche lebt in den Gemeinden und wird da weitergegeben.
Die verschiedenen Dienste und Aufgaben in der Kirche dienen der Verkündigung des Evangeliums.
Bischof Jacques Gaillot (Frankreich) sagte einmal: „Wir wurden als Christen nicht dazu berufen, für das Überleben der Kirche zu sorgen, sondern um das Wohl und Heil der Menschen.
Wir sind nicht Mitglieder der Kirche, um die Strukturen besser zum Funktionieren zu bringen, sondern um uns an dem Projekt Jesu Christi zu beteiligen, das da heißt: Die Menschen sollen das Leben in Fülle haben.“
Auch wenn ich nicht allem und allen gerecht werden konnte, war es doch meine Sehnsucht, den Glauben weiter zu tragen, den meine Vorgänger verkündet haben. Nun gilt es, den Stab weiter zu reichen, denn es gilt: Einer sät aus, ein anderer lässt wachsen – Christus wird jedoch einmal ernten.
Wir mögen nie das Endergebnis zu sehen bekommen, doch das ist der Unterschied zwischen Baumeister und Arbeiter; ich bin Diener, kein Erlöser, der um das vollendete Werk weiß.
So sage ich allen ein herzliches Vergelt`s Gott für alles Wohlwollen, für die Mit- und Zusammenarbeit, für Gelungenes und für liegen gebliebenes in den Jahren.
Danke für alle Gebete in und für die Gemeinde!
Mit Segensgruß, Dankbarkeit und „Lebt wohl“!
Albin Scheuch
Pfarrvikar und Bruder im Glauben!
Aus dem Pfarrgemeinderat Juli und August 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Mit dem Namen Paul Gerhardt werden vielleicht viele von Ihnen wenig verbinden. Sie kennen aber die Lieder im Gotteslob „Nun danket all“ (GL 403) und „O Haupt voll Blut und Wunden“ (GL 289). Der Text in den beiden und in noch vielen anderen Kirchenliedern stammt vom protestantischen Seelsorger Paul Gerhardt. Vor 350 Jahren in einem sumpfigen Kaff in der Niederlausitz geboren, hat er in seinem 70jährigen Leben trotz Dreißigjährigem Krieg, Pest und frühem Tod seiner geliebten Frau und seiner Kinder sein Gottvertrauen und seine Zuversicht bis zu seinem Tod nicht verloren. Als großer Tröster wird er auch heute noch gesehen.
Dieses Gedicht Paul Gerhardts möge uns alle durch die Sommermonate begleiten:
Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.
Jemanden, dem Wort und Sprache – geschrieben wie gesprochen – stets ein Anliegen war und ist, kennen wir schon ein gutes Jahrzehnt in der Person unseres Pfarrvikars, Pater Albin. Seine Gedanken und Ideen hat er gerne und gut in überzeugende Sprache gekleidet. An ihn und sein Talent werden wir uns oft erinnern.
Wir bedanken uns bei Pater Albin Scheuch für die Jahre seines priesterlichen Wirkens in der Verkündigung des Evangeliums in unserer Pfarre und für die Zusammenarbeit in partnerschaftlichem Geist.
Für deinen künftigen Lebensabschnitt mit neuen Aufgaben wünschen wir dir, lieber Pater Albin, Erfüllung, vor allem aber Gesundheit und Gottes Segen.
Der Pfarrgemeinderat