April 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Ostern ist das wichtigste Fest im Kirchenjahr und für alle Christen weltweit. Aber so wirklich angekommen ist dieses Fest wohl nicht, oder ist schon abhanden gekommen.
Mit der Karwoche treten wir ein in diese Frage des Lebens und Sterbens Jesu Christi.
Der Karfreitag ist geprägt durch das Geheimnis des Kreuzes. Es hat einen Balken, der in die Breite geht. Der Längsbalken geht von oben nach unten. Über dem Querbalken liegt das Haupt des Gekreuzigten. Das Kreuz hat auch einen Balken in die Tiefe, die man nicht sieht. Daraus jedoch erhebt sich das Kreuz.
Die Breite des Kreuzes bezeichnet die Weite der Liebe; die Länge bedeutet lange Ausdauer in der Liebe. Tiefe besitzen heißt, einzig an Gott denken und ihn lieben.
Die Auferstehung ist für uns Christen das lebendige Zeugnis der Liebe Gottes zu uns allen.
Wir sind hineingenommen in dieses Geheimnis.
„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat: lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein“ (Ps 118,24).
Ostern ist Leben in seiner ganzen Fülle mit Gott – Begegnung mitten im Alltag mit dem Auferstandenen Herrn.
Ich wünsche allen, auch im Namen des Pfarrgemeinderates ein gesegnetes Osterfest.
Mit Segensgrüßen,
Albin Scheuch,
Pfarrvikar
Aus dem Pfarrgemeinderat April 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Mit Beginn des Monats April stehen wir mitten in der Karwoche und zugleich vor dem schweren Leidensweg Jesu, der im christlichen Glauben auf die Auferstehung hinführt, auf das Osterfest. Immer mehr wird Ostern nur weltlich und als verlängertes Wochenende gesehen. Die Feiertage werden ohne religiösen Inhalt gelebt. Das „Fest um den Hasen“ wird zur beliebten Tradition mit betont emotionaler Verankerung.
Könnte es nicht sein, dass es nur wenige Jünger Jesu waren, die nach der Kreuzigung etwas Religiöses mit Ostern verbinden konnten? Man denke an die Emmaus-Jünger. Sie sind voller Angst und Zweifel. Der, an den sie ihre Hoffnungen geknüpft hatten, ist tot. Hingerichtet wie ein Verbrecher. Alles ist anders gekommen als gedacht.
Doch auf ihrem Weg tritt ein Fremder zu ihnen, geht mit ihnen, isst mit ihnen und bricht das Brot. Ihr Aufbruch, der als Fluchtweg begonnen hat, mündet für die Jünger im Moment der Erkenntnis, dass „ER“ es war, in Hoffnung und zurück ins Leben.
Ostern zeigt sich nicht im strahlenden Licht der Gewissheit, sondern als Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit.
Wir wünschen Ihnen ein Osterfest der Freude und Hoffnung!
Der Pfarrgemeinderat
Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:
- Für Priester in Krisen: Wir beten für die Priester, die mit Momenten der Krise in ihrer Berufung kämpfen, dass sie die ihnen nötige Begleitung finden und dass die Gemeinschaften sie mit Verständnis und Gebet unterstützen.
März 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Ich habe sie schon vorbereitet – die Asche für den Aschermittwoch. In drei Kirchen (unsere Pfarrkirche, Malteserkirche und im Malteser Ordenshaus Wien 3) werde ich, aber auch im Stephansdom, das Aschenkreuz spenden.
Das scheint recht viel zu sein und doch erwarten sich die Gläubigen, dass der 18. Februar 2026 mit dem reinsten beginnt – Asche. Früher wurde mit Zusatz von Asche Wäsche gewaschen, damit die Wäsche nicht nur sauber, sondern auch rein werde.
Rein werden ist die Aufgabe in der Fastenzeit, also auch noch den ganzen März hindurch. In der Hl. Schrift gibt es Vorbilder für unser Fasten, das mit einem Aschenritus verbunden ist.
„Was heißt „Aschenkreuz“?“ So wurde einmal in unserer Pfarre von einer Jugendlichen mittels einer Anfrage auf dem Handy gepostet! Ich konnte antworten, und dabei eine ganze Gruppe informieren, worum es dabei geht.
40 Tage Fastenzeit, dabei sind die Sonntage ausgenommen. Nutzen wir doch diese Zeit der Besinnung und der eigenen Einkehr. „Woher komme ich, wohin gehe ich, was ist der Sinn des Lebens?“ so hat Kardinal König im hohen Alter oft gefragt. Im Lärm des Alltags und in der pausenlosen Geschäftigkeit hören wir nicht unsere eigene Lebensmelodie.
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Fastenzeit!
Albin Scheuch
Pfarrvikar
Aus dem Pfarrgemeinderat März 2026
Liebe Pfarrgemeinde!
Der Monat März beinhaltet wie jedes Jahr die Fastenaktion „Teilen spendet Zukunft“, die von der Katholischen Frauenbewegung österreichweit durchgeführt wird.
Der aktuelle Schwerpunkt im Jahr 2026 ist dem Thema Partizipation, zu deutsch Beteiligung oder Teilhabe, gewidmet. Das klingt zunächst abstrakt, doch teilhaben können, ist die Grundvoraussetzung für jeden demokratischen Prozess.
Indien ist ein Land voller Gegensätze. Eine reiche kulturelle Vielfalt, spirituelle Tiefe und wirtschaftliche Dynamik stehen einer harten sozialen Realität gegenüber, die besonders Frauen massiv einschränkt. Doch sind es sie, die oft an vorderster Front für soziale Gerechtigkeit eintreten. Im nordindischen Bundesstaat Jharkhand entstehen feministische Bewegungen, die Selbstbestimmung und Teilhabe fordern und fördern. Das zentrale Problem bleibt die Ernährungssicherheit.
Die Organisation von SEEDS (Socio Economic and Education Development Society) hat lokale Netzwerke und arbeitet in den Bereichen Kinderschutz, Bildung, Beschäftigung und Schutz vor sexueller Gewalt. Dieses Projekt lebt Partizipation nicht nur im Konzept sondern als tägliche Praxis. SEEDS wird wesentlich von der Katholischen Frauenbewegung unterstützt.
Unsere Aktion „Fastensuppe“, die wir Frauen der KFB Mannersdorf planen, findet am Sonntag, dem 15. März 2026 ab 11:00 im Pfarrsaal statt. Der Erlös fließt zur Gänze in das Hilfsprojekt SEEDS.
Wir laden Sie dazu herzlich ein und freuen uns auf Ihre großzügigen Spenden für unsere Suppen.
Ihre KFB Mannersdorf gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat
Gebetsanliegen des Heiligen Vaters:
- Für Abrüstung und Frieden: Wir beten, dass die Nationen in einer wirksamen Abrüstung vorankommen, besonders in der nuklearen Abrüstung, und dass die Verantwortlichen in der Welt den Weg des Dialogs und der Diplomatie wählen statt der Gewalt.
