Juni 2021

Liebe Pfarrgemeinde!

Augustinus (354-430) hat den schönen Satz geprägt: „Cantare amantis est“.
Das zu übersetzen heißt eintauchen in die lateinische Sprache.
Singen ist Zeichen, (Kennzeichen, Art und Weise) eines Liebenden.
In unseren Gottesdiensten ist es spürbar geworden, was es heißt, nicht singen zu dürfen.
Das gemeinsame Singen fehlt. Dass ich als Zelebrant auch die Lieder für die feiernde Gemeinde gesungen habe, ist kein Idealzustand. In letzter Zeit haben sich drei Frauen bereit erklärt, den Gesang zu übernehmen. Herzlichen Dank! Bald ist es soweit, dass die Eucharistiefeier ohne Maske gefeiert werden kann und das Gotteslob wieder für das Singen bereitliegt.

Papst Benedikt XVI. hat in seinem Buch „Der Geist der Liturgie“ über die Musik geschrieben: „Welche Bedeutung der Musik in der biblischen Religion zukommt, kann man ganz einfach daraus sehen, dass das Wort Singen (mit den zugehörigen Wörtern Gesang usw.) eines der meistgebrauchten Wörter der Bibel überhaupt ist: Im Alten Testament kommt das Wort 309-mal vor, im Neuen Testament 36-mal. Wo der Mensch mit Gott in Berührung kommt, reicht das bloße Reden nicht mehr aus. Es werden Bereiche seiner Existenz geweckt, die von selbst Gesang werden.“

Ich wünsche allen die Freude am Gesang im Gottesdienst, wenn er wieder ermöglicht wird. „Singen ist Zeichen der Liebenden“.

Mit herzlichem Gruß,

Albin Scheuch
Pfarrvikar